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2025 – Ein neuer Maßstab für TERMIPAK® in Deutschland

Thermische Verwertung von Klärschlamm in der Kläranlage Hagenow

Der Betreiber der kommunalen Kläranlage Hagenow, der Abwasserzweckverband (AZV) Hagenow, hat mit FMI Process einen Vertrag über die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme eines Wirbelschichtofens TERMIPAK® 800 sowie über die Wartung der Anlage für einen Zeitraum von fünf Jahren unterzeichnet.

Der AZV Hagenow behandelt kommunale und industrielle Abwässer in insgesamt 17 Kläranlagen im Nordosten Deutschlands.

Ab der geplanten Inbetriebnahme der Anlage Ende 2024 werden jährlich rund 6.000 Tonnen ausgefaulter Klärschlamm mit einem Trockensubstanzgehalt zwischen 22 und 28 % (entspricht ca. 1.500 t/Jahr Trockensubstanz) in der Kläranlage Hagenow thermisch verwertet.

Durch die thermische Behandlung wird das Schlammvolumen um 90 % reduziert. Der TERMIPAK® 800 ist modular aufgebaut, benötigt eine Stellfläche von weniger als 300 m² und verfügt über eine Behandlungskapazität von 0,8 t/h Rohschlamm bei einer jährlichen Betriebszeit von 7.500 Stunden.

Der Wirbelschichtofen erreicht eine thermische Leistung von 1,15 MWₜₕ. Der Klärschlamm wird mittels Zentrifugen entwässert, wobei eine Mindesttrockenheit von 22 % erzielt wird. Die Anlage wird mit Biogas betrieben, das aus der Faulung des Schlamms gewonnen wird. Zur Erreichung eines autothermen Betriebs nutzt eine vorgeschaltete Trocknungsanlage die Abwärme der Rauchgase als Wärmequelle. Die Rückgewinnung der Asche aus der thermischen Verwertung erfolgt über Schlauchfilter.

Der Ofen des TERMIPAK® 800 besteht aus einer Hightech-Stahllegierung ohne feuerfeste Ausmauerung und ist durch ein europäisches Patent geschützt. Dies ermöglicht einfache Start- und Stoppvorgänge und erlaubt die Inbetriebnahme der Anlage innerhalb weniger Stunden.

Die Phosphorrückgewinnung erfolgt durch Ausfällung und Abtrennung aus der flüssigen Phase des Klärschlamms nach dem MAP-Verfahren (Magnesium-Ammonium-Phosphat-Fällung), das vom Betreiber umgesetzt wird.

TERMIPAK® 800

Technische Merkmale

»     Modulare und kompakte Anlage

»     Kein Gebäude erforderlich

»     Einfache Start-/Stoppvorgänge

»     Durchsatz: 2.000 – 6.000 t/Jahr (1.500 t TS/a)

»     Schlammtrockenheit ab 22 %

»     Wirbelschichtbetrieb bei 850 °C

»     Geringer Energieverbrauch durch Biogasnutzung und autothermen Betrieb

»     Wärmerückgewinnung zur Warmwasserbereitung

»     Rauchgasbehandlung

»     Kontinuierliche Abgasanalyse

FMI Process ist Teil der SNF-Gruppe und stellt seit über 25 Jahren Wirbelschichtverbrennungsanlagen für Klärschlamm her.

Das Unternehmen verfügt über Referenzanlagen in Frankreich und Italien mit Verbrennungskapazitäten von 2.000 bis 80.000 t/Jahr.